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Friedhofskapelle

Glockenturm

Ökumenischer Glockenturm auf dem Friedhof

15-Meter-Stahlkonstruktion läutet für beide Konfessionen
Glockenturm eingeweiht


Hörde. (EK) Der ökumenische Glockenturm für die Friedhöfe der evangelischen und katholischen Gemeinden in Hörde wurde am Samstagvormittag auf dem Friedhofsgelände am Ölpfad feierlich eingeweiht. Wtwa 200 Gemeindemitglieder beider Konfessionen und zahlreiche geladene Gäste, darunter eine Mitarbeiterdelegation des Hüttenwerkes Phönix, bildeten dabei eine große Menschenkulisse. Musikalisch wirkungsvoll umrahmt wurde die Feierstunde von einem Posaunenchor.

Pfarrer Günter Fabri von der katholischen Stiftsgemeinde St. Clara und Pfarrer Klaus Wortmann von der evangelischen Kirchengemeinde gaben in ihren Eröffnungsansprachen ihrer Freue Ausdruck über die Verwirklichung einer drei Jahre währenden Idee. Allen Mitarbeitern in der Planung und Ausführung des neuen Bauwerkes sprachen sie den Dank ihrer Kirchengemeinden aus. Beide Geistliche betonten auch die wachsende Einheit der beiden großen Konfessionen und die gute Zusammenarbeit auf örtlicher Ebene.
Die tatkräftige Mithilfe des verstorbenen Architekten Weicken bei der Turmplanung wurde von Pfarrer Fabri ehrend erwähnt. Eine Urkunde, Schriftstücke und Tageszeitungen über die Entstehung des Turmes wurden in den Grundstein eingemauert.

Das neue Bauwerk ist 15 Meter hoch und fünf Tonnen schwer. Der Standort der wuchtigen Stahlkonstruktion befindet sich auf der Grenze des katholischen und evangelischen Friedhofgeländes in Höhe des Verbindungsweges beider Friedhöfe.
Gefertigt wurde der Glockenturm in den Ausbildungsstätten des Hörder Hüttenwerkes Phönix. Die Materialkosten werden von beiden Kirchengemeinden getragen, die Herstellkosten übernimmt die Hoesch-Stahl AG.
Mit der Errichtung des Glockenturmes wird ein vielfach geäußerter Wunsch aus der Hörder Bevölkerung erfüllt. Der Glockenturm wird künftig das Geläut bei Beerdigungen und Traueranlässen beider Kirchengemeinden übernehmen, das bisher von den im Hörder Ortskern befindlichen Kirchen ausgeführt wurde.
Die neue Totenglocke wird noch vielen Hördern auf ihrem letzten Weg das Abschiedsgeläut geben.

Ruhr-Nachrichten, Dienstag, 18. Dezember 1984

Ruhr-Nachrichten, Dienstag, 18. Dezember 1984